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Die Kirchen im Allgemeinen und damit auch die Pommersche Evangelische Kirche plagen seit Jahren Sorgen um die schwindende Mitgliederzahlen. Dazu kommt aktuell die Debatte um die Bäderregelung in Mecklenburg-Vorpommern. Auf eine Klage der evangelischen und katholischen Kirchen im Lande hin hatte das Oberverwaltungsgericht die bestehende Erlaubnis zur Ladenöffnung an 44 Sonntagen in Kur- und Badeorten als zu weitreichend abgelehnt. Eine Diskussion ist entbrannt, die das Image auch der Pommerschen Evangelischen Kirche betrifft.
Nach wie vor sorgt auch die geplante Nordkirche für Diskussionen, der Fusionsprozess ist in Gang, aber immer wieder brechen öffentliche Diskussionen um Eigenständigkeiten der beteiligten Landeskirchen auf, die sich nicht nur in der Frage des Bischofssitzes manifestieren. Am kommenden Wochenende wird sich auch die pommersche Synode mit diesem Thema befassen.
Unabhängig davon hatte die Pommersche Landeskirche 2009 das "Jahr der Taufe" ausgerufen, das in ein "JA zur Taufe" münden soll. Und damit letztlich auch wieder neue Mitglieder bringen soll. In der Ortszeit aus dem NDR-Vorpommernstudio werden der Bischof der Pommerschen Evangelischen Kirche, Dr. Hans-Jürgen Abromeit und Pfarrer Martin Wiesenberg unter anderem zu diesem Thema Rede und Antwort stehen. Martin Wiesenberg ist in der Pommerschen Evangelischen Kirche zuständig für das "JAhr der Taufe". Ihm geht es beim Thema "Taufe" aber nicht einfach nur um ein einmaliges Ritual, das zur Kirchenmitgliedschaft führt, sondern um das Angebot einer Lebensperspektive.
In Mecklenburg-Vorpommern sind die Taufzahlen allerdings bescheiden, 2006 waren es 2.500 Menschen, die sich taufen ließen, im Jahr 2008 waren es nur 2.300. 80 Prozent der Getauften stünden zudem ihrer Kirche distanziert gegenüber, so Pfarrer Martin Wiesenberg.
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