Seitentitel

Für uns in Mecklenburg-Vorpommern
Leben in der DDR

Wie Mörder davonkamen - NS-Verbrecher in Diensten der Stasi

Stasi Zentrale in Ostberlin © dpa - Bildarchiv Fotograf: Wolfgang Kumm
große Bildversion anzeigen Das Amt für Nationale Sicherheit der DDR, ehemals Ministerium für Staatssicherheit, im Ostberliner Bezirk Lichtenberg.

Neue historische Forschungen haben ergeben, dass die Staatssicherheit sowohl Nazis als auch Kriegsverbrecher in der DDR und in der Bundesrepublik für ihre Zwecke genutzt hat. Als 1945 der Zweite Weltkrieg endete, Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt war, begannen die Siegermächte, Kriegsverbrecher zu verfolgen und für ihre Taten zur Verantwortung zu ziehen. Deutschland wurde entnazifiziert. Man entfernte Zehntausende Nazis von ihren Positionen, auf denen viele allerdings schon bald wieder sitzen sollten.

In der Sowjetischen Besatzungszone und später in der DDR wurden von deutschen Gerichten auf der Grundlage alliierter und deutscher Gesetze bis 1951 etwa 12.100 Personen verurteilt wegen ihrer Taten, die sie im Dritten Reich begangen hatten. Doch in mehreren Amnestiewellen kamen sie fast alle wieder frei, so dass Ende 1956 in der DDR nur noch 34 dieser Personen in Haft saßen.

Zauberwort Reintegration

Reintegration hieß das Zauberwort, mit dem die SED viele alte Nazis zu dankbaren und loyalen Anhängern des Sozialismus machen wollte. Die Staatssicherheit spielte in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle - sie erpresste NS-Täter mit deren Vergangenheit und machte sie zu Inoffiziellen Mitarbeitern, die über Freunde, Bekannte oder aus ihren Betrieben berichteten.

zum vollständigen Bericht

(5 Seiten)